Zum Ausklang der Saison ein kammermusikalischer Leckerbissen der ganz besonderen Art: Jérôme Minis, Anwalt des liebe- und hingebungsvoll modellierten Blockflötentons in der Nachfolge seines Lehrers Frans Brüggen und als Unterrichtender selbst wieder erfolgreich Lehrender beliebt und geschätzt, Fred Jacobs, der sensible, wirklich allseits gefragte, den Basso continuo stets feinsinnig auszierende Lautenist, und schließlich Philippe Pierlot, ganz unbestritten der Gambenverführer schlechthin neben dem großen Jordi Savall, treffen sich im Ibach-Haus zu einem intimen musikalischen tête-à-tête, wie es sinnlicher, nuancenreicher oder subtiler
nur selten zu hören ist. Wer Pierlots zahlreiche Aufnahmen mit dem Ricercar Consort, diese unprätentiösen Juwelen einer jeden CD-Sammlung, kennt, der weiß um seine und stets seiner Mitstreiter Fähigkeit, die innere Bewegtheit der Musik aus wirklich empfundener Ruhe heraus aufblühen, sich aussingen zu lassen.
Wenn Philippe nicht in der Hochschule, dem Konzertsaal oder Aufnahmestudio sitzt, il cultive so der abschließende Hinweis in seinem Lebenslauf son jardin, élève des oies et ses trois enfants, während Jérôme in seiner Freizeit alte Bauernhöfe vorzugsweise aus dem XVIten und XVIIten Jahrhundert
restauriert beides bodenständige Lebenszusammenhänge fernab künstlich beschleunigter Hektik, aus denen ihr innig-intensives Musikmachen, ihr Gefühl für natürlich fließende Zeit organisch erwächst. Daß sich übrigens Jérôme schon seit Jahren in die verschiedenen Aspekte körperbewußten Spielens
(Feldenkrais, Alexander etc.) untersuchend und unterrichtend vertieft, ist ein weiterer Hinweis auf den engen Zusammenhalt von Natur und Musik, wie er im Spiel der drei Künstler in unangestrengter Symbiose sich offenbart. |
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11.00 - 13.00 |
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Meisterkurse mit Jérôme Minis,
Philippe Pierlot und Fred Jacobs
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In drei parallelen Interpretationskursen für Blockflöte/Traversflöte (Jérôme Minis), Gambe (Philippe Pierlot) und Laute/Theorbe/Chitarrone (Fred Jacobs) geben die Musiker bei der konkreten Arbeit an ausgewählter Literatur ihre reichhaltigen Erfahrungen weiter.
aktiv: 30, €
passiv: 12, €
Anmeldeschluß 29. März. Weitere Informationen auf Anfrage |
16.30 |
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Konzert
Jérôme Minis,
Philippe Pierlot,
Fred Jacobs
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Strike the viol, inspire the flute
Dowland, Hilton, Locke, Purcell, Dieupart, Händel solistisch, duettierend oder im Trialog schwermütig, entrückt, virtuos in Gambengesang, Blockflötenzauber und Lautentimbre: eine Lehrstunde kammermusikalischer Kostbarkeiten des höfischen England in kongenialer Ausdeutung. |
Der erzieherische Umgang mit der Blockflöte sollte für den Lehrenden eigentlich immer eine spannende und selbstmotivierende Angelegenheit sein: dies jedenfalls ist die tiefe Überzeugung von Manfredo Zimmermann, der als Professor an der Musikhochschule Wuppertal und darüber hinaus in zahlreichen Workshops seinen Enthusiasmus für
die Erlernbarkeit didaktischen Denkens, Planens und Handelns an zukünftige wie tätige Blockflötenlehrer weitergibt.
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| 10.00 - 13.00 |
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Pädagogischer Workshop
mit Manfredo Zimmermann
und Brigitte Meier
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Geschichten als Rahmenhandlung für den
Blockflötenunterricht Lernprinzip Musikerleben
oder
Wie das kindliche Lernen unterstützt
und die Motivation aller Beteiligten besonders
im Gruppenunterricht gefördert wird |
Sie sind ein unschlagbares und einander ideal ergänzendes Team: Manfredo Zimmermann und Brigitte Meier, deren Blockflötengeschichten als Unterrichtswerk für die sechs- bis neunjährigen Furore machte, weil es das Spielthema oder die kindgerechte Geschichte, also den in sich vielgestaltigen, affektiv besetzten
und dem Kind unmittelbar zugänglichen Ausgangspunkt, ins Zentrum rückte, aus dem heraus zwanglos zu entwickeln ist, was substantiell für das Blockflötenspiel gelernt sein will, was aber auch methodisch als Sing- und Improvisationsimpuls genutzt werden soll. Es muß eine ganzheitliche Musikalisierung des Kindes stattfinden. Die Blockflöte
ist bei diesem Prozeß lediglich ein wichtiges Werkzeug, so Manfredo Zimmermann.
Kürzlich hat Brigitte Meier diesen erlebnisorientierten Lernansatz in vier Heften für den Vorschulbereich erweitert.
Der Workshop wird in Praxis und Reflexion, in Übung, arrangierter Spielsituation und Gespräch deutlich machen, wie die Fantasie der Kinder als deren natürliches Aktivpotential im Blockflötenunterricht eingesetzt und gelenkt werden kann, ohne die Spontankraft einzubüßen, die ja zur Musikalisierung auch des Blockflötenspiels unerläßlich
ist. Daß dabei Gruppen- oder Disziplinprobleme als Stimulantien genutzt und flexibel in den Spielrahmen eingefügt werden können, ist sicherlich eine verblüffende pädagogische Erfahrung, die für das vorgestellte erlebnisfundierte Konzept im Gruppenunterricht spricht.
Ideal geeignet ist der Workshop für Musikschullehrer, die ihre Alltagspraxis überdenken, eigene Ideen vertiefen oder neue Anregungen aufnehmen wollen.
Mindestteilnehmerzahl: 8
Teilnahmegebühr: 25, €
Anmeldeschluß 29. März. Bitte die eigene Sopranblockflöte mitbringen. |
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15.00 |
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Blockflötenmodelle und -hölzer
auf dem Prüfstand
Vergleichstest mit Manfredo Zimmermann
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Klingt
Birne weicher als Grenadill? Trägt der
Ton einer Stanesby besser als der einer Rottenburgh?
Ist Moeck immer klarer im Klang
als Mollenhauer? Was ist Einbildung, was Vorurteil,
was hör- und nachvollziehbares Faktum?
Manfredo Zimmermann startet heute gemeinsam mit dem Publikum den umfassenden Blockflöten-Blindtest quer durch die Instrumentenlandschaft. Was an liebgewonnenen Einschätzungen übrig bleibt, welche unerwarteten Ergebnisse im Raume stehen lassen Sie sich überraschen. Auf jeden Fall wissen wir nach dieser Stunde mehr und Genaueres als vorher. |
| 10.10 - 14.30 |
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Flötenfirmen im Ibach-Haus:
Moeck Music
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Es weht ein frischer Wind in der traditionsreichen Firma Moeck, der den Produkten, aber ganz besonders auch dem freundlich-unkomplizierten Umgang mit den Kunden spürbar zugute kommt. Brachliegende Energien konnten durch eine Neustrukturierung der Unternehmensleitung freigesetzt werden, so daß die Impulse des größten
europäischen Blockflötenhersteller frisch sind wie am ersten Tag...
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Wieder stellt sich Moeck Music, vielen ein Synonym für Blockflötenbau schlechthin, mit dem breiten, nahtlos aufeinander abgestimmten Sortiment von der Schulflöte bis zum Subbass vor, ergänzt durch Holzblasinstrumente der Renaissance.
Kennenlernen, ausprobieren, vergleichen die Palette der Möglichkeiten ist besonders für Lehrer und Schüler ein ungetrübter Genuß: Hier darf man, was im Musikgeschäft nur zurückhaltend möglich ist.
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Darüber hinaus werden mitgebrachte Besucherflöten kostenlos repariert wer das eine oder andere an seinem Instrument auszusetzen hat, sollte die Gelegenheit nutzen. Bestimmt kommen dabei auch Tips und Tricks aus der Blockflötenwerkstatt nicht zu kurz.
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Da der Andrang stets beeindruckend ist, können wir nicht gewährleisten, daß alle Blockflöten vor Ort berücksichtigt werden. |
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