Erneut im Ibach-Haus: Dan Laurin, der Ausnahmekünstler auf dem Blockflötenholz, dessen leider nur mäßig besuchtes Solo-Recital vor etwa zwei Jahren an gleicher Stelle die vielleicht gewichtigste Blockflötendemonstration war, die es je im Ibach-Haus gab:

„Sein Spiel lebt ganz aus der Fülle eines geradezu körperlich greifbaren voluminösen Tones, und es war ein Genuss, ihm über 90 Minuten lang auf seiner Reise durch van Eycks Miniaturen, Telemanns Fantasien und vereinzelte Kostbarkeiten unter anderem Bachs, Hiroses und Marais’ zu folgen. Dass der Spannungsbogen für keinen Augenblick nachließ, lag weniger an der eher unspektakulären Programmfolge, sonden in erster Linie einfach an der Größe, die Dans Spiel, seine Atemführung, sein Klang ausstrahlen – nichts wirkt gehetzt oder von fraglicher Spontaneität angeheizt, alles wächst aus einem unerschütterlichen Fundament der Ruhe heraus und entfaltet von dort aus seine Vitalität, seine artistische Virtuosität, seine stilistische Eigenart. Auch so begreift man ‚Klassik’ als das höchste Lob einer ausgleichenden, doch immer intensiv erspürenden Kunst. Atemberaubend das anonyme ,Principio di virtu’, das sich in Tonkaskaden, der Bachschen Chaconne nicht unähnlich, hineinentwickelte, in denen die Flöte sich gleichsam zu verselbständigen schien – unanfechtbar, unaufgeregt und doch von schwindelerregender Geläufigkeit ergoss sich diese Zauberei in den Raum. Berührend gelangen van Eycks flötistische Kunststücke, deren einsetzende Melodien Dan Laurin mit Gewicht zelebrierte und tonlich wunderbar differenzierte. /.../ Der Musiker verabschiedete sich von seinem Publikum mit Marais’ ‚Les Folies d’Espagne’, das auf grandiose Weise den Rang dieses Flötisten belegte: Im Verein mit seiner wundervollen Voice-flute aus der Hand Fred Morgans ließ Dan Laurin nochmals die Größe, Ruhe und Weite seines Klanges erstehen, in dessen Dimensionen eine unangefochtene Virtuosität ihren selbstverständlichen Raum einnimmt. Verschiedene Zugaben waren die unvermeidliche Folge.”
(block & flöte, 1/03)

Das Ereignis für alle,
die nur das Beste,
das wirklich Maßstäbliche
suchen und finden!


Mit freundlicher Unterstützung von Ralf Ehlert
11.00 - 14.00   Blockflötenausstellung
und Reparaturen vor Ort, mit Ralf Ehlert
  Ralf Ehlert ist sicherlich der meistbeschäftigte Blockflötenbauer Deutschlands – arbeitet er doch als innovativer Ideengeber bzw. -ausführer an ganz zentraler Stelle bei der Firma Moeck und schafft es darüber hinaus, in eigener Produktion eine der begehrtesten Kollektionen handgefertigter Einzelstücke anzubieten. Diese Verbindung von Alltagsarbeit im großen Betrieb und Perfektion in Eigenverantwortung prädestiniert ihn geradezu für den schnellen, sicheren Blick auf das, was an einer Blockflöte wiederherzustellen oder zu verbessern ist.

Ralf Ehlert bereichert den heutigen Tag mit seinen Blockflöten, seinen Ratschlägen, aber auch mit dem Angebot, Hand anzulegen an vertrackten Reparaturfällen, die ihm von Konzertbesuchern vorgelegt werden.
11.00 - 14.00   Taschen, Beutel, Wickel
für die Blockflöte. Ausstellung mit Ursula Kurz-Lange
  Eine Blockflöte nicht nur zweckmäßig, sondern auch für Hand und Aug’ in ästhetisch bezaubernder Weise zu schützen, zu verhüllen oder zu transportieren – auf diese Kunst versteht sich Ursula Kurz-Lange wie keine zweite. Heute wird sie mit Beispielen aus ihrer selbst gefertigten und reichhaltigen Taschenauswahl unsere Sinne betören, unsere Phantasie erweitern und Ihren konkreten Wünschen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
11.00 - 13.30   Blockflötenkurs mit Bart Spanhove
(Flanders Recorder Quartet)
  Bart Spanhove, der so sympathische und freundlich agierende Blockflötist inmitten des „Flanders Recorder Quartet”, unterrichtet mit seiner uneigennützigen Hingabe an Instrument und Teilnehmer die Blockflötenlaien, Schüler, Studenten und Profis der Welt. Vor einigen Jahren hat er seinen reichen Erfahrungsschatz in einem Leitfaden für Spieler und Lehrer systematisiert und ganz der konkreten Unterweisung vor Ort dienstbar gemacht. So vermag er wie nur wenige die unterschiedlichsten Blockflötenensembles in der Detailarbeit an mitgebrachter Literatur wirklich dort abzuholen, wo sie jeweils stehen, und dorthin zu führen, wohin die Musik sie treibt.

Für alle, die ihre Gruppenpraxis verbessern wollen, aber gerade auch für Lehrer, die aus erfahrungsgesättigten Tips und Ideen für ihren eigenem Unterricht dazulernen wollen, ist Barts Workshop ein echtes Geschenk.

aktiv: € 30,-       passiv: € 10,-
15.00   Das Einmaleins
des Ensemblespiels, mit Bart Spanhove
  Bart Spanhoves „Einmaleins des Ensemblespiels”, das vergleichslose Standardwerk für Unterricht und Spielpraxis, setzt genau in der Mitte des Bemühens einer jeden Blockflötengruppe an.

„Wie können wir ein gutes Ensemble werden?” – so lautet Barts Interesse im methodisch zwingend gestalteten Bemühen, das Blockflötenzusammenspiel zu verfeinern. Wie kann man lernen, wirklich aufeinander zu hören, wirklich einheitlich zu intonieren, wirklich im selben Puls zu schwingen? Solche und andere Fragen wird Bart Spanhove praktisch, also in kleinen Unterrichtssituationen mit einem der morgentlichen Ensembles, kommentieren und beantworten.

€ 5,-   (für Konzertbesucher kostenfrei)
16.30   Konzert:
Dan Laurin – solo
€ 13,- normal
€ 10,- ermäßigt
€ 32,- Familienkarte

Telefonische
Kartenreservierung
unter 0 23 36-990 290
 
 
Start • 2004/2005 • 4. Blockflötentag - 12.03.2005
 
 
© Copyright early-music im Ibach-Haus