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Die Töne einer Harfe kennen sich untereinander. Auch ohne Zutun des
Spielers nehmen sie Schwingungen voneinander auf. Ein zartes Gewebe
von Schwebungen und subtilen Dissonanzen ist da am Werk, Zuspiel aus der Tiefe,
Anklang, Anmut und Zauberei. Es sind die Obertöne der Unterwelt im Verein
mit himmlischen Bässen: elegant und herb, kraftvoll, lieblich und genau.
Zweifellos das ist die Musik einer anderen Zeit. Aber es ist unsere Zeit,
wenn man sie dazu macht. Denn wer sie sich nimmt, der hat sie.
Christoph Stählin |
20.00 |
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Konzert:
Tom Daun, Harfen aus aller Herren Länder |
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”The Queen’s Harpe”
Harfenklänge aus Irland und England |
Tom Daun: „Der Klang der Harfe übertrifft bei weitem den der Laute…” – notierte der englische Adelige John Evelyn 1654 in seinem Tagebuch. Rätselhaft: galt nicht gerade die Laute seit den Tagen von Queen Elizabeth I. als edles Instrument intimen Musizierens? Das Spiel auf
der Laute zu erlernen gehörte zu den unabdingbaren Pflichten eines jungen Adligen; die Harfe hingegen wird selten in englischen Texten der Zeit erwähnt und nur in wenigen Bildern dokumentiert. Und doch ist die Harfe nicht Aschenputtel, sondern eher Königin unter den Instrumenten der damaligen Zeit. Während sie im musikalischen
Alltagsleben kaum eine Rolle spielte, war ihr süßer Klang am Königshofe überaus beliebt. Schon eine mittelalterliche Chronik von 1252 erwähnt den Posten eines ‚royal harpers’. Heinrich VIII. betörte seine diversen Bräute mit Harfenspiel; Queen Elizabeth I. beschäftigte an ihrem Hofe Harfenisten
aus Irland und vom Kontinent.
Tom Daun, passionierter Harfenist und Enthusiast für die Vielfalt seines Instruments, entführt uns auf leisen Tönen in die Welt der englischen und irischen Harfenmusik des 16. und 17. Jahrhunderts – Klänge vom Hofe der Tudor-Könige, Tanzmelodien aus dem „Fitzwilliam Book” oder melancholische Weisen aus
der keltischen Welt im Wechsel mit stimmungsvollen Ablegern eines Weihnachtskranzes aus mittelalterlich englischen carols, lebhaften irischen Christmas-Jigs und anderen besinnlichen Zweigen, Kerzen und Schleifen… www.tomdaun.de |
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Musik als Therapie:
Wir haben sie nötig nach der Atemlosigkeit vorweihnachtlicher Geschäftigkeit.
Tom Dauns Harfentöne öffnen unsere inneren Räume, weil sie nicht suggestiv oder besonders sein wollen, sondern wie absichtslos sich verlieren, hineinklingen in eine Lautlosigkeit, die den Lärm des Alltags überwölbt.
€ 13,- normal
€ 10,- ermäßigt
€ 32,- Familienkarte
Telefonische Kartenreservierung
unter 0 23 36-990 290
early music im Ibach-Haus hat heute bis 18 Uhr geöffnet. Auf Wunsch nehmen wir in benachbarten Restaurants Reservierungen für ein Abendessen zwischen Ladenschluss und Konzertbeginn vor. |
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